Hughes 500E - T-Rex 600 FBL

 
Aufbau des T-Rex 600 und Einbau in eine Hughes 500 Rumpfzelle.

Nachdem die Flüge als Trainer erfolgreich waren, wurde die Mechanik in den Rumpf eingebaut. 
 
Beim folgenden ersten Flug im Rumpf lief zuerst alles reibungslos. Der Heli dreht sauber hoch, es waren keine Vibrationen oder Unwuchten erkennbar. Allerdings hat sich das Chassis nach dem Abheben in ca. 1m höhe derart aufgeschwungen, dass ich dachte es zerreisst den Heli in der Luft. Der Heli konnte aber glücklicherweise noch gelandet werden. Bei diesem Aufschwingen haben sich im Chassis einige Spanten gelockert. Ein weiterer Flug mit höherer Drehzahl war erfolgreicher. Da es aber nicht meine Absicht war, den Heli mit 2000 U/min zu betreiben wurde die Mechanik wieder ausgebaut.
 
Nun habe ich einige Änderungen an der Auslegung vorgenommen. Es wurden halbsymmetrische Spinblades mit 600mm verbaut. Die Kopfdämpfung wurde von hart auf die 70° (hellgrau) gewechselt. Den Motor habe ich durch einen Tango 45-07 ersetzt, da ich mir von dem Innenläufer ein ruhigeres Laufverhalten verspreche. Zudem wurde auf Schrägverzahnung umgebaut. Die gerade Verzahnung war mir in dem Rumpf einfach zu laut. Die Ausrichtung der Mechanik in der Zelle wurde noch mal überprüft und die Beine des Landegestells wurden fest verklebt.
 
Jetzt steht der Heli wieder flugfertig im Keller und wartet auf einen schönen Tag um einen neuen Testflug durchzuführen.

16. August 2011 - Testflug mit der neu ausgelegten Mechanik.
 
Der Heli ist nun deutlich leiser. Die Drehzahl am Hauptrotorkopf ist bei 1400 U/min und der Heli läuft ohne Vibrationen. Beim schnellen Vorwärtsflug bäumt er sich aber so stark auf, dass man trotz Nick auf Anschlag nicht mehr geradeaus fliegen kann. Im Verdacht hatte ich die Heckflosse, da diese bei schneller Geschwindigkeit wie ein Höhenruder wirkt. Zum Test wurde diese kurzerhand demontiert. Ohne Heckflosse fliegt die Hughes sauber geradeaus. Nun habe ich die Heckflosse mit anderem Anstellwinkel wieder montiert. So nun muss ich wieder auf einen schönen Tag warten, um einen neuen Testflug durchführen zu können.
 

18. August 2011 - Testflug mit anderem Anstellwinkel der Heckflosse
 
Das Aufbäumen bei schnellem Vorwärtsflug ist nun wie erwartet verschwunden. Die Lichtanlage baue ich erst im Winter ein.
 

17. Mai 2012 - Testflug mit V-Stabi
 
Nachdem ich zwei mal Bodenkontakt mit dem Heckrotor hatte und jedesmal die vorderen Zahnräder des Starrantriebs Zahnfraß hatten wurde die Mechanik noch ein mal ausgebaut und als Trainer neu eingestellt. Leider konnte ich mit dem Rondo keine Setup finden, wo sich mit der doch sehr niedrigen Drehzahl von 1300 U/min ein vernünftiges Flugverhalten einstellt. Auch mit der aktuellsten Version 4.3 war das Heck nicht so richtig in den Griff zu bekommen. Ein Mikado V-Stabi, was ich noch rumliegen hatte war die einfachste Möglichkeit auszutesten, ob die Mechanik oder Rotorkopfgeometrie das Problem verursachen würde. Also wurde die Flybarless Elektronik einfach ausgetauscht, das V-Stabi nach Anleitung eingestellt und heute wurde damit geflogen. Anscheinend kommt das V-Stabi ohne weitere Änderungen an den Einstellungen besser mit dieser Mechanik zurecht. Jedenfalls war das Ergebnis überzeugend.
Die Blinkelektronik mit schaltbarem ACL und Landescheinwerfer wurde inzwischen auch in den Rumpf eingebaut. Wieder wurde auf die bewährte Schaltung von www.turbinenheli.de zurückgegriffen. Allerdings musste ich wegen der Power-LEDs ein paar Modifikationen einbauen. So werden alle LEDs über TTL MOS FET angesteuert. Damit kann ich auch mit nur 5V TTL-Pegel den MOS-FET sehr gut ansteuern. Da ich die Blinkelektronik über ein zusätzliches BEC mit Spannung Versorge hab ich den Eingang der Blinkelektronik zur Sicherheit mit einem Optokoppler galvanisch von dem Rest der Empfangsanlage getrennt.
Auch ein Spektrum Telemetriemodul TM-1000 wurde mit verbaut. Vor allem um den Antriebsakku überwachen zu können. Somit sind bei 1300 U/min und gemütlicher gangart Flugzeiten bis zu 15 Minuten möglich.

Hier die Lose Mechanik mit den Komponenten. Im Vordergrund das Microheli Chassis.
 
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Seitenansicht der montierten Mechanik.
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Da im Rumpf kein Platz für die Standardmontage des Heckservos ist, wurde das Servo mit einem Alu-Winkel (25mm x 25mm) nach unten versetzt.
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Dieser Winkel wird einfach an die vorhandenen Servohalterung verschraubt.
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Durch das Versetzen des Heckservos läuft die Anlenkung nun auch sehr nah am Heckrohr. Dies ist bei dem Heckausleger des Hughes notwendig, da der Durchmesser zu klein für die Standardführung ist.
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Und so sieht die fertig montierte Mechanik aus. Jetzt ist er fertig montiert und eingestellt um als Trainer eingeflogen zu werden.
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